Es ist passiert: Dich hat es erwischt. Mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen liegst du auf der Couch und möchtest am liebsten den ganzen Tag verschlafen. Oder vielleicht hast du dir den Fuß verstaucht und sollst dich schonen. Während das für viele Menschen kein großes Problem darstellt, kann es für uns Hundebesitzer zu einer echten Herausforderung werden. Nicht jeder Hund freut sich über ruhige Tage. Damit du deinen Hund trotz Krankheit gut beschäftigen kannst, habe ich hier 10 hilfreiche Tipps für dich zusammengestellt.

1. DIY-Schnüffelbox
Wusstest du, dass 10 Minuten Nasenarbeit deinen Hund geistig so viel auslastet wie ein einstündiger Spaziergang? Verblüffend, findest du nicht? Schnüffelspiele kannst du ohne viel Aufwand selbst herstellen.
Wenn du hast, nimm einen Karton, zerknülle mehrere Teile einer alten Zeitung und fülle diese zusammen mit vielen tollen Leckerlis in den Karton. Alternativ zum Karton eignen sich auch Wäschekörbe, Boxen oder andere größere Behälter. Um die Schwierigkeit zu steigern, kannst du die Leckerlis auch in der Zeitung verstecken – achte hierbei darauf, dass dein Hund die Zeitung nicht frisst!
Du wirst sehen, dies ist eine tolle und einfache Art, um deinen Hund zu beschäftigen.
2. Selbstgemachte Schnüffelrolle
Eine weitere einfache Idee um mit deinem Hund im Haus Nasenarbeit zu betreiben ist die Schnüffelrolle. Alles, was du hierfür benötigst, ist ein (altes) Handtuch und tolle Leckerli. Rolle nun das Handtuch von der kurzen Seite her auf und verstecke immer wieder Leckerli drin. Je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad kannst du die Leckerli weiter außen oder nur im Inneren verstecken.
Kennt dein Hund die Schnüffelrolle noch gar nicht, empfiehlt es sich die Leckerli über die ganze Länge zu verteilen. So hat dein Liebling schnell ein Erfolgserlebnis und verliert nicht die Lust am Schnüffeln und Suchen.

3. Schnüffelball oder Schnüffelteppich
Neben selbstgemachten Schnüffelspielzeugen zur Nasenarbeit gibt es auch viele tolle Produkte zum Kauf.
Schnüffelbälle* haben den Vorteil, dass sie auch unterwegs, beispielsweise im Urlaub, gut mitgenommen werden können. Außerdem ist der Hund damit eventuell länger beschäftigt, da der Ball wegrollen kann und sich die Schwierigkeit so steigert. Schnüffelteppiche* hingegen sind meist größer und bieten mehr Möglichkeiten um Leckerli zu verstecken. Achte beim Kauf darauf, dass die Produkte gut verarbeitet sind und die fransen dicht beieinanderliegen, sodass es für deinen Hund nicht zu einfach ist.
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4. Versteckspiele
Ein klein wenig Bewegung würde dir trotz Krankheit nicht schaden? Dann ist dieser Tipp vielleicht genau der Richtige für Dich.
Parke deinen Hund in einem Raum, schnapp Dir eine handvoll Leckerli und verstecke sie in der Wohnung. Je nach gewünschter Schwierigkeit kannst du sie einfach auf dem Boden in verschiedenen Räumen verteilen oder sie hinter Blumentöpfen (vorausgesetzt diese sind standfest ;)), unter Regalen oder auf niedrigen Schänken verteilen. Anschließend gehst du zurück zu deinem Hund und schickst ihn auf die Suche. Kennt dein Hund das Kommando „Such“ noch nicht, gehe mit ihm und hilf ihm, in die Nähe der Leckerli zu kommen. Er wird schnell verstehen, was er zu tun hat.
5. Versteckspiele für Fortgeschrittene
Schwieriger als die Suche nach Leckerli ist die Suche nach Gegenständen. Hat dein Hund ein Lieblingsspielzeug? Prima, dann gehe genau so vor wie im vorherigen Abschnitt beschrieben. Parke deinen Hund, zeige ihm sein Spielzeug und verstecke es anschließend außerhalb seiner Sicht. Jetzt schickst du ihn auf die Suche. Kennt dein Hund dieses Spiel noch nicht, lege das Spielzeug anfangs so hin, dass er es sehen kann. Steigere die Schwierigkeit dann allmählich.
Du suchst noch weitere Ideen für DIY-Schnüffelspiele? Dann schau mal hier bei den DIY-Schnüffelspielen vorbei. Oder vielleicht ist bei diesen DIY-Hundespielzeugen etwas für dich dabei.
6. Intelligenzspielzeuge
Eine tolle Möglichkeit um deinen Hund geistig und mit wenig Aufwand zu beschäftigen und auszulasten sind Intelligenzspielzeuge. Hierbei geht es nicht (nur) um das Erschnüffeln von Leckerli, sondern vielmehr darum, dass dein Hund sein hübsches Köpfchen anstrengen muss, um herauszufinden, wie er an die Leckerei herankommen kann. Schau dich nur einmal im Internet um, hier findest du eine riesige Auswahl an den verschiedensten Produkten, von einfach bis schwer. Es empfiehlt sich durchaus mehrere verschiedene Spielzeuge zu besitzen, damit es deinem Hund nicht langweilig wird.
Wir besitzen dieses* günstige Spielzeug von Trixie. Besonders für den Einstieg kann ich es absolut empfehlen, unsere Hunde haben viel Spaß daran und gerade die Riegel sind gar nicht so einfach zu öffnen.
7. Schleckmatte
Neben dem Schnüffeln zählt auch Schlecken zu den natürlichen Bedürfnissen deines Hundes. Schlecken beruhigt deinen Hund und beschäftigt ihn nebenbei durchaus eine ganze Weile. Perfekt geeignet sind hierzu sogenannte Schleckmatten.* Diese gibt es in vielen verschiedenen Formen, Farben und „Schwierigkeitsgraden“ zu kaufen. Meist sind es flache Matten, die entweder auf den Boden gelegt oder sogar an einer Scheibe befestigt werden können.
Die Vorbereitung ist einfach: Du füllst etwas (halb)flüssiges in die Matte wie beispielsweise Naturjoghurt, Körniger Frischkäse oder einen selbst kreierten Mix, verstreichst es gegebenenfalls etwas und ab damit in die Gefriertruhe. Sobald alles gefroren ist, kannst du es Deinem Liebling hinstellen und du wirst sehen, dass er lange Spaß daran haben wird.
Für den sofortigen Schleckspaß kannst du dir die Gefriertruhe auch sparen, das verkürzt die Dauer der (Sch)Leckerei lediglich etwas.
Es gibt Schleckmatten, die mehrere verschiedene Bereiche enthalten. So kannst du auch verschiedene Arten von Leckereien darauf verteile. Andere Matten eignen sich besser um großflächig die Leckerei darauf zu streichen. Durch die verschiedenen Texturen ergibt sich trotzdem Abwechslung beim Schlecken.

8. Tricktraining im Liegen
Wenn du nicht viel Energie hast und/oder körperlich etwas eingeschränkt bist, kannst du deinem Hund auch im Sitzen oder Liegen neue Tricks beibringen. Das kann alles sein, von „Pfote geben“ über „Rolle“ bis hin zu „Tot stellen“. Du musst dich nicht viel bewegen und dein Hund hat trotzdem eine tolle, aufregende Zeit mit dir.
9. Futterbälle
Futterbälle sind Bälle, die im Inneren eine Art Labyrinth besitzen. Du füllst Futter oben herein (es müssen nicht immer Leckerli sein, oft eignet sich auch normales Trockenfutter bestens) und gibst deinem Hund den Ball. Dieser muss nun durch Rollen und drehen dafür sorgen, dass das Futter herausfällt. Das Internet bietet viele verschiedene Bälle und auch Rollen zur Auswahl. Bei manchen kann man die Größe der Öffnung einstellen, wie beispielsweise bei dieser Rolle*. So kann man die Größe der Öffnung an die Größe der Leckerli anpassen. Wir hatten sehr lange einen einfachen Ball*, auf dem auch wahnsinnig gerne herumgekaut wurde. Leider haben wir ihn irgendwann verloren.
Für die kauwütigen unter den Hunden gibt es Spielzeuge, in die die Leckerli hereingesteckt werden*. Durch Kauen und Schlecken muss der Hund versuchen sie herauszuholen.
Sei´s drum: Futterbälle oder -rollen sind eine tolle Idee, um deinen Hund zumindest für einige Minuten zu beschäftigen. Sie eignen sich auch wunderbar um die tägliche Fütterung etwas spannender zu gestalten.
10. Kauartikel, Kausnacks und der Kong*
Kauartikel wie getrocknete Rinderohren, Kopfhaut, Sehnen oder spezielle Kausnacks können deinen Hund lange beschäftigen. Kauen beruhigt und befriedigt den natürlichen Trieb deines Lieblings. Achte darauf, dass es sich um sichere und gesunde Produkte handelt (kein Geweih, keine Markknochen). Super geeignet ist außerdem ein selbst gefüllter Kong. Online finden sich viele verschiedene Rezepte dafür. Du kannst deinem Hund den Kong entweder sofort geben oder ihn wie die Schleckmatte in der Gefriertruhe aufbewahren. Kleiner Tipp: Wenn du zwei Kongs hast, kannst Du immer einen auf Vorrat einfrieren.
Fazit
Du siehst, auch wenn es dir nicht gut geht, kannst du mit wenig Aufwand deinen Hund durchaus vielfältig und angemessen beschäftigen. Mit einfachen Ideen kannst du ihn vor allem geistig, aber auch mit viel Spaß fordern und auslasten um danach eine entspannte Runde gemeinsam auf der Couch verbringen zu können. Und nicht zu vergessen: Manchmal reicht es auch, einfach zusammen zu entspannen. Eine ruhige Kuschelzeit kann sowohl für dich als auch für deinen Hund erholsam sein.
In diesem Sinne wünsche ich Dir eine gute und schnelle Besserung!
Kleiner Hinweis: Wenn du auf Links mit * klickst und etwas bestellst, wandert eine Mini-Provision zu mir. Für dich ändert sich nichts am Preis, versprochen – aber ich freu mich riesig über die Unterstützung.








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