Impulskontrolle ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, die ein Hund lernen kann. Egal ob beim Warten an der Tür, beim Spaziergang oder beim Umgang mit anderen Hunden – ein Hund mit guter Impulskontrolle ist entspannter und sicherer im Alltag. Doch beim Training dieser Fähigkeit schleichen sich häufig Fehler ein, die den Erfolg verzögern oder den Hund sogar frustrieren können. In diesem Beitrag zeige ich dir die drei häufigsten Fehler beim Training der Impulskontrolle – und wie du sie vermeidest.

Fehler 1: Zu schnell zu viel verlangen
Viele Halter sind voller Motivation, wenn sie mit dem Training beginnen, und setzen die Messlatte direkt zu hoch. Der Hund soll minutenlang still sitzen, während ein Ball geworfen wird, oder ruhig bleiben, während Leckerli vor seiner Nase liegen. Das Problem: Impulskontrolle ist eine anspruchsvolle Fähigkeit, die Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Ein Hund, der von Anfang an überfordert wird, verliert schnell die Lust am Training – und der Frust ist vorprogrammiert.
So vermeidest du diesen Fehler:
Der Schlüssel liegt darin, die Anforderungen Schritt für Schritt zu steigern und sie vor allem an den aktuellen Stand deines Hunds anzupassen. Beginne mit einfachen Übungen, die der Hund meistern kann, und verlängere die Dauer oder erschwere die Bedingungen langsam.
Ein Beispiel: Lass deinen Hund zunächst nur für wenige Sekunden sitzen, bevor er ein Leckerli bekommt. Sobald das klappt, kannst du die Zeit schrittweise verlängern oder eine zusätzliche Ablenkung hinzufügen. Kleine Erfolge motivieren deinen Hund und geben ihm Sicherheit!
Mir selbst ist es außerdem wichtig, stets einen positiven Trainingsabschluss zu haben. Dazu kann es notwendig sein, die Schwierigkeit noch einmal zu verringern.
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Fehler 2: Inkonsequenz im Training
Ein weiteres Problem entsteht, wenn die Regeln nicht immer klar und deutlich sind. Darf der Hund manchmal an der Leine ziehen, weil es „gerade eilig ist“ oder wir gerade keine Energie fürs Training haben, ein anderes Mal aber nicht? Oder darf er gelegentlich direkt losstürmen, wenn die Tür geöffnet wird, ein anderes Mal soll er geduldig warten? Solche inkonsequenten Signale führen dazu, dass der Hund verwirrt ist und nicht versteht, was von ihm erwartet wird. Wann darf er, wann nicht? Das Ergebnis: Er wird unruhig, frustriert und die Impulskontrolle bleibt auf der Strecke.
So vermeidest du diesen Fehler:
Konsequenz ist der Schlüssel. Überlege dir vor dem Training klare Regeln, die immer gelten – egal ob du gerade Zeit hast oder es stressig ist. Wenn dein Hund zum Beispiel lernen soll, an der Tür zu warten, dann ziehe diese Regel konsequent durch. Ohne Ausnahme. Sprich auch mit anderen Familienmitgliedern oder Bezugspersonen, damit sie dieselben Regeln anwenden. Nur wenn dein Hund eine klare Linie erkennt, wird er sicher lernen, was von ihm erwartet wird.
Fehler 3: Die eigenen Emotionen nicht im Griff haben
Geduld ist beim Hundetraining essenziell – dies gilt besonders beim Training der Impulskontrolle. Doch gerade hier machen viele Halter den Fehler, ungeduldig oder frustriert zu reagieren, wenn der Hund nicht wie gewünscht reagiert. Glaub mir, ich kenne das. Hunde sind allerdings äußerst sensibel für die Stimmung ihrer Menschen und können diese Emotionen übernehmen. Dein Frust kann also dazu führen, dass dein Hund noch nervöser wird oder die Übung nicht mehr versteht.
Bist du schon angespannt, bevor die Übung losgeht, wird dein Hund das bemerken und vermutlich entsprechend angespannt in die Übung reingehen.
So vermeidest du diesen Fehler:
Bleib ruhig, auch wenn nicht alles auf Anhieb klappt. Sieh Rückschritte oder Fehler deines Hundes als Gelegenheit, ihm noch besser zu zeigen, was du von ihm möchtest. Es hilft, die Trainingseinheiten kurz zu halten und nur dann zu üben, wenn du selbst entspannt bist. Und denk daran: Niemand – weder du noch dein Hund – ist perfekt. Jeder Fortschritt, so klein er auch sein mag, ist ein Erfolg!
Weitere Fehler und wie du diese vermeidest, lernst du hier kennen.

Fazit: Der Weg zur Impulskontrolle erfordert Geduld und Klarheit
Das Training der Impulskontrolle ist eine lohnende Aufgabe, die nicht nur deinem Hund, sondern auch eurer gemeinsamen Beziehung und eurem gesamten Zusammenleben zugutekommt. Vermeide die typischen Fehler – wie das Überfordern deines Hundes, inkonsequentes Verhalten oder den Verlust deiner Geduld – und setze stattdessen auf klare Regeln, kleine Schritte und eine entspannte Haltung.
Mit der richtigen Herangehensweise wird dein Hund nicht nur lernen, seine Impulse zu kontrollieren, sondern auch eine tiefere Bindung zu dir aufbauen.








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