Die Bewegung an der frischen Luft ist nicht nur für uns Menschen wichtig, sondern auch für unsere Hunde. Aber seien wir mal ehrlich: Der tägliche Gassigang kann schnell zur Routine werden, sowohl für uns als auch für unsere Vierbeiner. Man läuft dieselben Runden, trifft vielleicht hin und wieder auf andere Hunde, aber im Grunde genommen ist es immer dasselbe.
Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, wie du Abwechslung in den Alltag deines Hundes bringen kannst und gleichzeitig selbst davon profitierst! Bewegung mit Spaß und Fitness zu verbinden, ist der perfekte Weg, um fit zu bleiben und die Bindung zu deinem Hund zu stärken. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du mehr aus euren Spaziergängen und gemeinsamen Aktivitäten machen kannst und dabei eine Menge Freude hast!
Warum Bewegung für Hunde so wichtig ist
Hunde sind von Natur aus aktiv und haben das Bedürfnis, sich zu bewegen. Das liegt in ihren Genen, denn viele Hunderassen wurden ursprünglich für bestimmte Arbeiten gezüchtet, ob als Hütehunde, Jagdhunde oder Schlittenhunde. Auch wenn dein Hund vielleicht kein Arbeitshund ist, hat er dennoch einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Ein Spaziergang dient nicht nur dazu, dass dein Hund sein Geschäft verrichtet, sondern bietet ihm die Möglichkeit, seine Muskeln zu trainieren, seinen Geist zu fordern und überschüssige Energie loszuwerden.
Aber auch du selbst profitierst von der Bewegung. Frische Luft, Sonne und regelmäßige Aktivität wirken sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Wenn du den Gassigang mit neuen Herausforderungen und Fitnessübungen kombinierst, schlägst du also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe!
Abwechslung ist das A und O
Wenn du das Gefühl hast, dass der tägliche Spaziergang eintönig wird, liegt das oft daran, dass wir Menschen schnell in Routinen verfallen. Hunde hingegen lieben es, neue Dinge zu erkunden und sich mental und körperlich zu fordern. Abwechslung ist daher der Schlüssel, um eure Spaziergänge wieder spannender zu gestalten.
Hier sind einige Ideen, wie du die Bewegung deines Hundes -und auch deine eigene – kreativer gestalten kannst:

1. Hindernisparcours im Park
Ein Spaziergang muss nicht nur aus „geradeaus laufen“ bestehen. Nutze die Umgebung, um kleine Hindernisparcours einzubauen. Bänke, Baumstämme oder Felsen können tolle „Hindernisse“ sein, über die dein Hund springen oder balancieren kann. Du kannst auch Slalom um Bäume laufen oder deinen Hund dazu animieren, unter Hindernissen hindurchzukriechen.
Diese Art von Bewegung ist nicht nur körperlich herausfordernd, sondern fördert auch die Konzentration und das Selbstbewusstsein deines Hundes. Und ganz nebenbei machst du auch selbst ein wenig Sport!
2. Interaktives Apportieren
Apportierspiele sind ein Klassiker, aber auch hier kannst du für mehr Abwechslung sorgen. Statt einfach nur den Ball zu werfen, kannst du die Entfernung oder den Winkel variieren. Verstecke den Ball oder ein anderes Spielzeug und lass deinen Hund suchen. Apportieren fördert die Ausdauer und die Schnelligkeit deines Hundes. Und vielen Hunden mach es unglaublich viel Spaß!
Wenn du besonders ambitioniert bist, kannst du auch einen zweiten Hund oder einen Freund mit dessen Hund einladen und daraus ein Wettspiel machen: Wer bringt den Ball schneller zurück?
3. Joggen mit dem Hund
Wenn du gerne läufst, dann nimm deinen Hund doch einfach mit! Joggen mit Hund ist nicht nur eine tolle Möglichkeit, selbst fit zu bleiben, sondern auch eine perfekte Auslastung für aktive Vierbeiner. Dabei ist es wichtig, langsam zu starten, damit dein Hund sich an das Tempo gewöhnen kann. Achte darauf, dass du auf Wegen läufst, die angenehm für die Pfoten deines Hundes sind, und baue Pausen ein, damit er sich zwischendurch ausruhen kann.
Tipp: Starte mit kurzen Strecken und steigere die Dauer langsam. Beobachte deinen Hund während des Laufens, um sicherzustellen, dass er sich wohlfühlt und das Tempo mithalten kann.
4. Fahrradfahren mit dem Hund
Wenn Joggen nicht dein Ding ist, wie wäre es mit Fahrradfahren? Viele Hunde lieben es, neben dem Fahrrad herzulaufen und so richtig Gas zu geben. Wichtig ist, dass du deinen Hund langsam an das Fahrrad gewöhnst und ihn zunächst in ruhigen Gegenden nebenher laufen lässt. Sobald er sich sicher fühlt, könnt ihr längere Strecken in Angriff nehmen.
Achte darauf, dass dein Hund stets an der richtigen Seite läuft und du die Leine so führst, dass er nicht plötzlich vor das Rad laufen kann. Auch hier gilt: Überfordere deinen Hund nicht und achte auf regelmäßige Pausen.
5. Fit mit Hund: Workout im Freien
Warum nicht dein eigenes Workout mit dem Gassi gehen verbinden? Es gibt einige Übungen, die du ganz leicht während eines Spaziergangs ausführen kannst – und dein Hund kann direkt mit integriert werden! Hier ein paar Beispiele:
- Squats mit Ballwurf: Während du in die Knie gehst, wirfst du deinem Hund den Ball. Sobald er ihn zurückgebracht hat, machst du die nächste Kniebeuge.
- Ausfallschritte mit Apportieren: Während du abwechselnd Ausfallschritte machst, lässt du deinen Hund einen Gegenstand apportieren.
- Das ganze funktionier natürlich auch mit Jumpin Jacks, Planks oder anderen Übungen.
So kombinierst du dein eigenes Fitness-Workout mit einer Portion Spaß und Training für deinen Hund.
6. Wasserspiele im Sommer
An heißen Sommertagen ist Bewegung oft eine Herausforderung, für uns und für unsere Hunde. Aber Wasserspiele können hier Abhilfe schaffen! Suche dir einen hundefreundlichen See oder einen Bach und lass deinen Hund ins Wasser springen. Viele Hunde lieben es, im Wasser zu planschen, zu schwimmen oder nach einem schwimmenden Spielzeug zu tauchen.
Schwimmen ist besonders schonend für die Gelenke und bietet eine tolle Abkühlung an heißen Tagen.

7. Hundesportarten entdecken
Neben den klassischen Spaziergängen gibt es auch viele Hundesportarten, die für Abwechslung sorgen und sowohl dich als auch deinen Hund fit halten. Dazu gehören:
- Agility: Hierbei geht es darum, dass dein Hund einen Hindernisparcours in möglichst kurzer Zeit bewältigt. Das fördert seine Koordination, Geschwindigkeit und Konzentration – und du bist aktiv dabei!
- Canicross: Eine Sportart, bei der du mit deinem Hund joggst, aber er an einem speziellen Gurt befestigt ist und dir sogar beim Laufen „hilft“, indem er leicht zieht.
- Dog Frisbee: Ein schnelles und spannendes Apportierspiel, bei dem dein Hund einer Frisbee-Scheibe hinterherjagt und sie in der Luft fangen muss.
Solche Aktivitäten machen nicht nur unglaublich viel Spaß, sondern sind auch großartige Gelegenheiten, um die Bindung zu deinem Hund zu stärken.
Fazit: Bewegung mit Spaß für Hund und Mensch
Wie du siehst, gibt es unzählige Möglichkeiten, den Alltag mit deinem Hund aktiver und spannender zu gestalten. Ob Hindernisparcours, interaktive Apportierspiele, Joggen oder sogar Wasserspiele – mit ein bisschen Kreativität kannst du eure Spaziergänge in echte Fitness-Einheiten verwandeln, die nicht nur für deinen Hund, sondern auch für dich selbst eine Menge Freude bereiten.
Das Wichtigste ist, dass ihr beide Spaß dabei habt und die Bewegung nicht als Pflicht, sondern als gemeinsames Abenteuer seht. So bleibt ihr nicht nur körperlich fit, sondern stärkt auch die Bindung zueinander. Also, schnapp dir deinen Vierbeiner und probiere gleich mal eine der Ideen aus!
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