Vielleicht hast Du bereits mein E-Book gelesen (ansonsten hol es dir noch schnell) und sogar schon ein paar Beschäftigungsideen ausprobiert – super! Doch selbst die besten Ideen bringen nicht den gewünschten Erfolg, wenn sich unbewusst Fehler einschleichen.
Vielleicht kennst du das: Du gibst dir Mühe, deinen Hund kreativ auszulasten, aber trotzdem wirkt er nicht zufrieden oder fordert immer mehr Beschäftigung ein. Das kennen viele Menschen und unweigerlich kommt der Gedanke „Wie viel muss ich denn noch machen, damit er zufrieden ist?“
Es gibt drei typische Fehler, die viele Hundebesitzer – mich eingeschlossen – immer wieder machen. Damit dir das nicht passiert, zeige ich dir, wie du diese Stolpersteine erkennst und umgehst.

Fehler 1: Beschäftigung wird zum Selbstzweck
Viele denken: Hauptsache, der Hund hat etwas zu tun! Doch nicht jede Beschäftigung ist auch sinnvoll. Wenn ein Hund ständig nur wilde Spiele macht oder Aufgaben bekommt, die ihn immer weiter hochpushen, kann das sogar kontraproduktiv sein.
Warum das ein Problem ist:
- Dein Hund lernt nicht, sich selbst zu regulieren, sondern verlangt immer mehr Action.
- Statt einer ausgeglichenen Auslastung entsteht Stress – dein Hund ist zwar müde, aber nicht wirklich zufrieden.
- In Alltagssituationen, in denen Ruhe gefragt ist, fällt es ihm schwer, sich zu entspannen.
So machst du es besser:
Setze auf Beschäftigungsformen, die nicht nur körperlich, sondern auch mental fordern – und vor allem auf solche, die für den Alltag nützlich sind. Suchspiele, ruhige Denkaufgaben oder Trainingseinheiten zur Impulskontrolle helfen deinem Hund, konzentriert und entspannt zu bleiben. Beschäftigung sollte immer auch eine kleine Herausforderung beinhalten, die deinen Hund geistig fordert und ihm hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.
Mini-Helfer: Schnüffelteppich* – 10 Minuten schnüffeln, 100 Prozent runterfahren. Easy, sauber, wir lieben’s.
Fehler 2: Zu viel Anregung, zu wenig Ruhe
Ein häufiger Trugschluss: Viel Beschäftigung bedeutet automatisch einen zufriedenen Hund. Doch manchmal bewirken wir genau das Gegenteil – unser Hund wird regelrecht süchtig nach Anregung und Bespaßung und kann gar nicht mehr abschalten. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Balljunkie.
Warum das ein Problem ist:
- Dein Hund fordert immer mehr Aktivität ein und kommt nie wirklich zur Ruhe.
- Statt sich entspannt hinzulegen, sucht er ständig nach der nächsten Beschäftigung.
- Ein unausgeglichener Hund kann schneller frustriert oder sogar reizbarer werden.
So machst du es besser:
Achte darauf, dass dein Hund nach jeder aktiven Beschäftigung auch eine bewusste Ruhephase bekommt. Ein gut strukturierter Tagesablauf mit Phasen der Ruhe und Entspannung ist entscheidend. Statt ständig für Action zu sorgen, kannst du deinem Hund beibringen, sich selbst zu regulieren. Hier helfen gezielte Entspannungsübungen oder das Training der Impulskontrolle.
Cool-down-Favorit: Schleckmatte* mit Joghurt oder Pasten – sanftes Runterkommen statt Aufdrehen.

Fehler 3: Du verlierst den Fokus
Du hast alles vorbereitet, eine tolle Beschäftigungsidee (z.B. aus dem E-Book) umgesetzt – und doch funktioniert es nicht so, wie du es dir vorgestellt hast? Meist liegt der Fehler nicht beim Hund, sondern bei uns selbst.
Warum das ein Problem ist:
- Deine Körpersprache und Energie beeinflussen, wie dein Hund auf dich reagiert.
- Wenn du unkonzentriert oder unklar bist, kann dein Hund dir schwerer folgen.
- Dein Hund spiegelt deine Emotionen – bist du hektisch oder unsicher, wird auch er unruhig.
So machst du es besser:
Achte darauf, selbst ruhig und klar zu bleiben. Dein Hund spürt sofort, wenn du gestresst oder ungeduldig bist. Versuche, dich während der Beschäftigung voll auf ihn einzulassen – sei präsent und fokussiert. Gerade wenn es um Impulskontrolle geht, spielt deine eigene Ausstrahlung eine große Rolle.
Timing-Boost: Clicker* – weniger Worte, klare Markierung, mehr Ruhe im Kopf.
Transparenz: Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. Danke für deinen Support, yeah.
Fazit: Beschäftigung bewusst und gezielt einsetzen
Kreative Beschäftigung ist ein wichtiger Schlüssel zu einem glücklichen, ausgeglichenen Hund – aber nur, wenn sie richtig eingesetzt wird. Achte darauf, dass dein Hund nicht einfach nur müde gespielt wird, sondern wirklich sinnvoll ausgelastet ist. Die Balance zwischen Aktivität und Ruhe, sinnvolle Herausforderungen und deine eigene Ausstrahlung sind entscheidend.
Suchst du eine ganz besondere Beschäftigung?
Dir und Deinem Hund wird schon langweilig, weil ihr sämtliche Beschäftigungsformen durch habt? Du möchtest Deinen Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig auslasten? Du suchst eine Indoor-Beschäftigung für Schlechtwetter?
Ellen Marques von Martin Rütter Köln zeigt Dir in ihrem Spezialkurs „Nasenarbeit – Suche nach kleinen Gegenständen“ wie Du Deinen Hund effektiv und typgerecht beschäftigen kannst. Schritt-für-Schritt erfährst Du in den Trainingsvideos, wie diese neue Form der Auslastung funktioniert und Dein Hund ein Spürhund fürs Wohnzimmer wird.
Die Suche nach kleinen Gegenständen ist für jeden Hund geeignet. Vor allem für sehr aktive im Alltag oft gestresste „unter Strom stehende“ Hunde, ist diese anspruchsvolle Suche eine der besten Auslastungsformen. Aber auch ältere Hunde profitieren hier durch die langsame und körperlich schonende Arbeit.







